Moderne Arbeitswelten mit S/4HANA gestalten

 
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Moderne Arbeitswelten

Unsere Arbeitswelt wird schneller, flexibler und vernetzter. Erkennbar wird dies durch die sich schnell verändernden Marktanforderungen, neue Möglichkeiten für Kundenbeziehungen und damit einhergehende Individualisierung von Produkten. Technologien treiben diesen Wandel der Arbeit an und ermöglichen damit auch unternehmensinterne Veränderungen, wie neue Arbeitsmethoden, -zeiten und -orte. Mit diesen neuen Möglichkeiten wachsen die Anforderungen der Führungskräfte und Mitarbeiter an diese Technologien. Diese sollen als Werkzeuge fungieren, die die tägliche Arbeit ermöglichen, vereinfachen, unterstützen und effizienter gestalten.

Genau diese Strategie verfolgt SAP mit der Business Suite SAP S/4HANA – erkennbar an dem „S“ für „simple“ im Namen S/4HANA. Diese Strategie des „Vereinfachens“ spiegelt sich gleich in zwei großen Stellschrauben wider:

  • vereinfachtes Datenmodell von SAP HANA

  • vereinfachte Bedienoberfläche SAP Fiori.

Das vereinfachte Datenmodell von SAP HANA

SAP HANA ist die Datenbanktechnologie hinter SAP S/4HANA. Der große Vorteil von HANA ist die In-Memory-Technologie, die es ermöglicht, Daten direkt im Arbeitsspeicher zu verarbeiten. Diese Technologie führt dazu, dass Daten deutlich schneller analysiert werden können. Auswertungen, die vorher Stunden gedauert haben, benötigen nur noch einen Bruchteil dieser Zeit. Daher spricht SAP auch von Echtzeit-Analysen.

Das vereinfachte Datenmodell hinter S/4HANA verspricht zudem neue Flexibilität. In der Vergangenheit mussten Entwickler je nach Abfrage Daten nach vordefinierten Formaten zusammenfassen. Diese Aggregation der Daten war aber nur für eine bestimmte Abfrage gedacht, neue Abfragen bedeuteten daher eine neue Zusammenfassung der Daten anhand neuer Kriterien. Diese vorgelagerten Schritte fallen nun allerdings durch das vereinfachte Datenmodell weg, was einen erheblichen Zugewinn hinsichtlich der Flexibilität von Analysen bedeutet [1].

Weiterhin können mit HANA verschiedene Datenquellen kombiniert werden. So wird eine breite Datenbasis geschaffen, die umfassendere Auswertungen ermöglicht. In Kombination mit anderen Technologien lassen sich hier Vorteile erzielen. Beispielsweise können so in der Anlagentechnik sehr schnell Ausfälle oder Engpässe erkannt werden. Die hohe Datenmenge der Technologien kann mit HANA schneller verarbeitet werden und damit auch zu schnelleren Reaktionszeiten führen. Zusätzlich ergibt sich der Vorteil, Zusammenhänge festzustellen, die vorher nicht so einfach ersichtlich waren.

Die vereinfachte Bedienoberfläche SAP Fiori

SAP hat sich zudem auf die Ausrichtung auf den Nutzer und die Vereinfachung der Bedienführung fokussiert. Frühere SAP-Anwendungen wurden oft als zu komplex beschrieben. SAP reagierte darauf und verfolgt nun die Strategie, nach der die Bedienoberfläche so einfach und intuitiv wie möglich gestaltet ist. Das neue Bedienkonzept lehnt sich an die Bedienung von Smartphones und deren Apps an, die es schaffen, selbst komplizierte Prozesse für den Nutzer verständlich darzustellen. Dieses neue Designkonzept wird mithilfe des SAPUI5-Framework umgesetzt und ist kompatibel mit allen SAP-Anwendungen der neueren Generation.

Ein Framework ist als eine Art Baukasten zu verstehen, der alle Bestandteile (z.B. Buttons, Tabellen, Formulare) enthält, um eine Anwendung zu bauen. Fiori als Bedienkonzept funktioniert dabei als eine Art nutzerorientierte Strukturvorgabe, die die Apps so anordnet, dass eine bedienbare Oberfläche entsteht, die dann nach den Anforderungen und Wünschen der Nutzer angepasst werden kann

SAP Fiori wurde 2015 durch den Red Dot Award in der Kategorie „Design Concept“ ausgezeichnet, was den Erfolg der SAP Strategie untermauert. Fiori behauptete sich im Wettbewerb durch die beste User Experience, charakterisiert durch einfache Bedienführung, klare und personalisierte Strukturen und einfache Orientierung ohne Einbußen an Flexibilität [2].

Durch Fiori wird außerdem für die Welt der SAP-Anwendungen eine einheitliche Oberfläche geschaffen: SAP stellt eine große Bandbreite an Systemen zur Verfügung, zwischen denen der Anwender aber nicht mehr hin- und herwechseln soll. Stattdessen legt SAP über diese breite Systemlandschaft eine einheitliche Oberfläche, über die auf alle Funktionen und Daten der verschiedenen Systeme zugegriffen werden kann.

Weiterhin verfolgt SAP mit dem SAPUI5-Framework und Fiori eine konsequente „Any-Device-Strategie“. Das bedeutet, dass Fiori auf allen Endgeräten, sei es ein PC mit Windows-Betriebssystem, iPhone, Android-Tablet, etc., die gleiche Oberfläche bietet und so eine einfache Orientierung ermöglicht. So kann für den Nutzer maximale Flexibilität und Verfügbarkeit umgesetzt werden.

Auch wenn neue Anwendungen, Funktionen oder Daten über Fiori dargestellt bzw. integriert werden, bleibt die Oberfläche gleich. Dies führt dann auch zu einem minimierten Einarbeitungs- und Schulungsaufwand für die Nutzer.

Und hier bietet sich nun der Ansatzpunkt für Unternehmen, selbst aktiv zu werden.

Wie lassen sich die Herausforderungen der modernen Arbeitswelten mit SAP S/4HANA meistern?

Fiori mit dem SAPUI5-Frameworks bieten Unternehmen den Ansatzpunkt, aktiv zu werden und Abläufe im Unternehmen effizienter zu gestalten. Denn mithilfe dieser Werkzeuge lassen sich für Unternehmen individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen entwickeln. Zudem lassen sich Apps auch auf Mitarbeiterebene „rollenbasiert“ individualisieren. Das heißt, sie können so konzipiert werden, dass sie nur die Daten und Funktionen enthalten, die für die Rolle oder Aufgabe des Mitarbeiters wirklich wichtig sind. Die Anwendungen werden für den einzelnen Mitarbeiter also deutlich „verschlankt“, übersichtlicher und einfacher im Umgang. Abläufe können somit effizienter gestaltet sowie Rollen besser abgebildet werden.

Viele Herausforderungen der modernen Arbeitswelten werden durch SAP S/4HANA mit der Datenbanktechnologie SAP HANA und der Bedienoberfläche Fiori direkt angesprochen. Hier sind noch einmal kurz wichtige Eckpunkte festgehalten:

  • Schnelligkeit durch Echtzeit-Analysen

  • Flexibilität in der Auswertung von Daten

  • Vernetzung von verschiedenen Datenquellen

  • Flexibilität und Verfügbarkeit durch die Unabhängigkeit vom Endgerät

  • Vernetzung von verschiedenen SAP-Systemen unter einer einheitlichen und vereinfachten Bedienoberfläche

  • Effizienz unternehmensinterner Abläufe durch individuell entwickelte und angepasste Fiori-Anwendungen

Außerdem können noch zwei weitere wichtige Herausforderungen hinsichtlich moderne Arbeitswelten angesprochen werden, die sich aus den oberen Eckpunkten ergeben: Zum einen können aufgrund der Echtzeit-Analysen und der Möglichkeit, auf eine breite Datenbasis zuzugreifen, unternehmenswichtige Entscheidungen schnell und fundiert getroffen werden. Für die Herausforderung, schnell und flexibel auf sich verändernde Marktanforderungen reagieren zu können, ist demnach eine gute Grundlage geschaffen.

Weiterhin ermöglicht das vereinfachte User Interface den Mitarbeitern einen erleichterten sowie schnelleren und angenehmeren Umgang mit SAP. Das wiederum führt zu einer höheren Produktivität und Zufriedenheit der Anwender [3]. Im Hinblick auf moderne Arbeitswelten hat SAP S/4HANA also durchaus den Anspruch, als Werkzeug zu fungieren, das die tägliche Arbeit ermöglicht, vereinfacht, unterstützt und effizienter gestaltet.

 

QUANTIC Digital, Ihr Ansprechpartner für die erfolgreiche strategische Führung von S/4HANA Projekten.

 
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Katharina Steinbach
Events und Projektberatung
Telefon +49 341 223 872-31
E-Mail: k.steinbach@quantic.de

 

Quellen

[1] https://news.sap.com/germany/2017/01/10-fragen-zu-sap-s4hana/

[2] http://www.red-dot.sg/de/sap-fiori-2-0/

[3] Das ist bereits in der Definition von Usability (Gebrauchstauglichkeit), einem wichtigen Kernelement der User Experience, festgehalten. Gute Usability eines Produkts zeichnet aus, dass der Nutzer mit diesem Produkt effektiv, effizient und zufriedenstellend seine Ziele erreichen kann. (https://fokus-ux.de/usability-user-experience)