LoRa und LoRaWan - Tor zu neuen Geschäftsmodellen?

 
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LoRa und LoRaWan – TOR ZU NEUEN GESCHÄFTSMODELLEN FÜR STADTWERKE UND EINE NACHHALTIGE STADTENTWICKLUNG?

Hinter dem Begriff LoRa verbirgt sich eine Funktechnologien, die besonders für kommunale Unternehmen im Hinblick auf eine vernetzte und nachhaltige Stadt und auf kommunale Klimaziele sehr interessant ist. LoRa kann im Vergleich zu anderen Funktechnologien durch eine hohe Reichweite ganze Städte abdecken und so zur weitreichenden Vernetzung der Akteure beitragen. Daraus ergeben sich aber nicht nur neue Geschäftsmodelle für eine Smart City, sondern auch neue Dienstleistungen für die Industrie- oder Privatkunden der Stadtwerke von morgen. 

Der große Vorteil von LoRa (Abkürzung für Long Range) ist die hohe Reichweite, wobei durch den Einsatz von nur einem Gateway oder einer Basisstation, viele Quadratkilometer abgedeckt werden können. Gleichzeitig ist es möglich, eine sehr hohe Anzahl von Endgeräten einzubinden und damit eine enorme Skalierbarkeit zu ermöglichen. LoRaWan (Wan steht für Wide Area Networks) stellt das Kommunikationsprotokoll und die Systemarchitektur für dieses Netzwerk dar. LoRaWan kann auch dort zum Einsatz kommen, wo es keinen Strom oder Mobilfunk gibt. Es benötigt dabei nur wenig Energie und ist im Vergleich zu anderen Technologien batterieschonender [1,2].

Aufgrund der hohen Reichweite und der hohen Skalierbarkeit von LoRa verbunden mit dem geringen Energieverbrauch und der verbesserten Batterielebensdauer durch LoRaWan werden für Stadtwerke sowie Kommunen neue Potentiale ermöglicht, vor allem im Bezug auf das Internet der Dinge.

In Darmstadt, einer der ersten deutschen Städte mit LoRaWan, melden öffentliche Abfallbehälter über Sensoren wann sie voll sind. Außerdem wurden Sensoren installiert, die den CO2-Gehalt messen und wieder andere, die den Wasserstand kontrollieren [3].

Die Stadt Karlsruhe startete das Projekt „Smart Waste“. Hierbei wurden Sensoren in den Abfallbehälter der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) an Bus- und Straßenbahnlinien installiert, um Entleerungszeiten und auch Fahrtrouten zu optimieren [4].

Die Deutsche Bahn verbindet mithilfe von nur zwei LoRaWAN-Gateways am Berliner Hauptbahnhof mehrere 1000 Sensoren an Bahnhofsuhren zu deren Fernüberwachung [5].

Doch das ist nur der Anfang. Die Einsatzgebiete der LoRaWAN-fähigen Geräte und Sensoren, wie beispielsweise Wasserzähler, Temperatursensoren, Tür- oder Fenstersensoren, Gaszähler oder Füllstandsensoren decken ein breites Spektrum ab [6]. Mit der stärker werdenden Dienstleisterrolle der Stadtwerke ergeben sich daraus auch Ansätze im Industrie- oder Gewerbekundenbereich. Sensoren an Türen und Fenstern können beispielsweise zur Überwachung von großen Industriehallen beitragen. Messung der Außentemperaturen können die Entscheidung unterstützen, ob und wo gestreut werden muss. Ebenso werden neue Dienstleistungen im Privatkundenbereich ermöglicht, insbesondere beim Einsatz von intelligenten Messsystemen oder Contracting-Anlagen.

Stadtwerke und Kommunen können dank der kostengünstigen Installation und Instandhaltung eigene Ideen mit LoRaWan in einem Pilotprojekt testen und so neue Geschäftsmodellmöglichkeiten für eine smarte, vernetzte und nachhaltige Stadt identifizieren.

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Quellen

[1] https://www.smart-city-solutions.de/lorawan-erklaert/

[2] https://www.lora-wan.de/

[3] https://www.echo-online.de/wirtschaft/wirtschaft-regional/funknetz-lorawan-darmstadt-bereit-furs-internet-der-dinge_19278984#

[4] https://www.stadtwerke-karlsruhe.de/swk/presse/meldungen/2018/20180129.php

[5] https://www.deutschebahn.com/de/Digitalisierung/DB_Digital/
digitale_produkte/lorawan-1206272

[6] https://zenner-iot.com/page/unternehmen/ueber_uns/